Verdacht auf Hasenpest bei Jägern in der Oberpfalz

Feldhase wg. Hasenpest

Großaufnahme erwachsener Feldhase

Bei der Hasenpest (Tularämie) handelt es sich um eine hochinfektiöse, für Nagetiere und Hasenartige häufig tödlich verlaufende bakterielle Erkrankung. Sie gehört zu den meldepflichtigen Tierkrankheiten.



Die Hasenpest ist eine Zoonose, d.h. eine Übertragung von Tier auf Mensch ist möglich. Als Übertragungswege für den Menschen kommen in Frage:
  • Haut - und Schleimhautkontakt mit infektiösem Tiermaterial, insbesondere beim Enthäuten und Ausnehmen von erlegtem Wild,
  • Verzehr von nicht ausreichend erhitztem, kontaminiertem Fleisch (Hasen) oder kontaminiertem Wasser,
  • kontaminierte Stäube und Aerosole.

Die Inkubationszeit wird mit 3 bis 10 Tagen angegeben, die Erkrankungsdauer mit 2 bis 3 Wochen, gefolgt von einer längeren Rekonvaleszenz.
Die Krankheit beginnt mit unspezifischen, grippeartigen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Schüttelfrost und Mattigkeit.
Behandlung: Verabreichung von Antibiotika.

Als Vorsichtsmaßnahmen sind zu empfehlen:

  • Vermeidung von ungeschütztem Kontakt zu Wildtieren;
  • Vermeidung von ungeschütztem Kontakt zu Kadavern von Wildtieren;
  • Einhalten der Arbeitshygiene beim Umgang mit Wildtieren und deren Produkten;
  • Wildgerichte nur gut durchgegart verzehren.
Ausführliche Informationen zur Tularämie sind auf den Internetseiten des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie des Robert-Koch-Instituts und des Friedrich-Loeffler-Instituts zu finden.