ASP - Afrikanische Schweinepest

Zwei Wildschweine begegnen sich im Wald

© Vornehm, R.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine hochinfektiöse Erkrankung und kommt ausschließlich bei Haus- und Wildschweinen vor. Sie führt zu schweren Symptomen und verläuft in den meisten Fällen tödlich. Im Gegensatz zur klassischen Schweinepest gibt es für die ASP bisher keinen Impfstoff.
Die ASP ist auf Menschen nicht übertragbar und auch vom Fleisch-Verzehr geht keine gesundheitliche Gefahr aus.

Am 31. Oktober bestätigte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft den Ausbruch der ASP in Sachsen. Die Viruserkrankung wurde bei einem erlegten Stück Schwarzwild festgestellt. Am 10. September 2020 wurde die ASP erstmals in Deutschland an einem Wildschwein in Brandenburg nachgewiesen.

Aktuelles zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)

Die Afrikanische Schweinepest in Deutschland

Der ASP-Seuchenherd in Sachsen liegt im Landkreis Görlitz. Damit ist ein zweites Bundesland von der ASP betroffen. Der sächsische Seuchenherd liegt etwa 90 km südlich von den bisherigen brandenburgischen entfernt. Alle drei ASP-Seuchenherde liegen direkt an der deutsch-polnischen Grenze. Die direkte Distanz zwischen dem nördlichsten und südlichsten Seuchenherd beträgt ca. 160 km, die Entfernung zu Bayern etwa 300 km.
Trotz der großen Entfernung zu Bayern, kann die ASP jederzeit nach Bayern eingeschleppt werden. Besonders die unbeabsichtigte Verbringung des Virus durch den Menschen, z. B. durch unachtsam weggeworfene, kontaminierte Nahrungsmittel stellt ein großes Risiko dar. Bei der weiteren Verbreitung ist die Schwarzwilddichte ein bedeutender Faktor. Daher trägt die Jägerschaft bei der Seuchenprävention eine große Verantwortung.

Auf Bayern hat der ASP-Ausbruch unmittelbar keine tierseuchenrechtlichen Auswirkungen. Mit dem Ausbruch hat Deutschland allerdings den Status ASP-Frei verloren, was zu einem Wegbrechen wichtiger Exportmärkte führen kann. Um weiteren Schaden abzuwenden und Tierleid zu vermeiden, ist es daher wichtig, dass die weitere Verbreitung oder ein Eintrag in die Hausschweinebestände verhindert wird. Dazu sind auch jagdliche Präventionsmaßnahmen unumgänglich.

Bayern ist für einen eventuellen ASP-Ausbruch gut gerüstet und hat frühzeitig entsprechende Präventionsmaßnahmen eingeleitet. Mit dem kürzlich aktualisierten Maßnahmenpaket zur nachhaltigen Reduktion von Schwarzwild wurden der Jägerschaft effizientere Mittel zur Bejagung von Wildschweinen an die Hand gegeben. So sind für die Jäger der Einsatz von Nachtsichttechnik und die Fangjagd deutlich unbürokratischer möglich. Die bayernweit ansteigenden Strecken zeigen, dass die zur Verfügung gestellten Werkzeuge zur Schwarzwildreduktion wirksam sind und dass die Jägerschaft ihre Verantwortung für den ländlichen Raum und das Tierwohl ernst nimmt.
Im Falle eines Seuchenausbruchs leitet das zuständige Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz auf Grundlage des Rahmenplans Afrikanische Schweinepest notwendige Maßnahmen ein.

Aktuelle Informationen zum Seuchengeschehen sind auf den Seiten des Friedrich-Loeffler-Instituts zu finden.

Friedrich-Loeffler-Institut Externer Link

Maßnahmenpaket zur nachhaltigen Reduktion von Schwarzwild

Screenshot Maßnahmenpaket Schwarzwild März 2020

© StMELF

Angesichts der heranrückenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) baut Staatsministerin Michaela Kaniber die jagdlichen Präventivmaßnahmen in Bayern aus. Mit dem neuen Maßnahmenpaket zur nachhaltigen Reduktion von Schwarzwild werden den bayerischen Jägerinnen und Jägern noch effizientere Mittel zur Bejagung der Wildschweinbestände zur Verfügung gestellt. 

Maßnahmenpaket Schwarzwild pdf 325 KB

Ausbreitungskarten Afrikanische Schweinepest

Video-ASP-Screenshot

Ausbreitungskarten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) und ein Video veranschaulichen den Seuchenverlauf in Osteuropa. Das Seuchengeschehen ist deutlich näher an Bayern herangerückt.  Mehr

Fakten und FAQ zur Afrikanischen Schweinepest

ein grüner Würfel mit einem weißen Fragezeichen und eine roter Würfel mit einem weißen Ausrufezeichen

© Tony Hegewald/Pixelio.de

Ist die Seuche auf den Menschen übertragbar? Wie verbreitet sich das Virus? Kann ich noch Fleisch von Wildschweinen essen? Diese und viele weitere Fragen werden hier beantwortet.  Mehr

Aufwandsentschädigung für ASP-Monitoring

Bache

© Wolfgang Kruck-Fotolia.com

Das Fallwildmonitoring ASP hat sich als Frühwarnsystem bewährt. Für die Beprobung verendet aufgefundener, auffällig erlegter und verunfallter Wildschweine wird eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 20 € gewährt.  Mehr

Aufwandsentschädigung zur Reduktion der Wildschweindichte

ein Wildschwein steht im Schnee.

© Janko, C.

Der Ministerrat hat auf Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) ein Anreizprogramm für die bayerische Jägerschaft beschlossen.   Mehr

Jagdlicher Einsatz von Nachtsichttechnik

Nachtsichtgerät

© BLKA

Auf Initiative von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und Innenminister Joachim Herrmann ist mit Inkrafttreten des Dritten Waffenrechtsänderungsgesetzes das waffenrechtliche Verbot von Nachtsichtvor- und Nachtsichtaufsatzgeräten für jagdliche Zwecke entfallen.  Mehr

Änderung der Verordnung über die Jagdzeiten

Keiler im SchneeZoombild vorhanden

© Wolfgang Kruck-Fotolia.com

Am 13. März 2018 wurde im Bundesgesetzblatt die Verordnung zur Änderung der Schweinepest-Verordnung und der Verordnung über die Jagdzeiten vom 7. März 2018 veröffentlicht. Die Verordnung tritt am 14.03.2018 in Kraft. Mit dieser Änderung wird u.a. eine ganzjährige Jagdzeit für Schwarzwild eingeführt. Auch bei ganzjähriger Jagdzeit für alles Schwarzwild bleibt der im Bundesjagdgesetz verankerte Elterntierschutz ganzjährig erhalten.

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