Wild in der Stadt
© Dr. Beate Wende, LWG
Füchse, Marder, Waschbären, Kaninchen und Co. leben heute in vielen Städten mitten unter uns. Vor allem anpassungsfähige Tierarten haben den Stadtraum fest in ihrer Hand. Unsere Metropolen, Kleinstädte und Dörfer weiten sich immer stärker ins Umland aus. Hieraus entsteht zwar ein Verlust von Feldern, Wiesen und Wäldern, anderseits profitieren zahlreiche Tier- und Pflanzenarten vom neu entstehenden Lebensraum Stadt. Das Vorkommen von Wildtieren in urbanen Räumen ist ein Phänomen das weltweit beobachtet wird, und es wird in Zukunft weiter zunehmen.
Mensch trifft Wildtier
Wie verhalte ich mich, wenn ich auf ein Wildtier treffe?
Reagieren Füchse, Marder oder Wildschweine bei einer Begegnung nicht mit Flucht, dann können Sie sich mit folgenden Regeln behelfen:
- Bleiben Sie stehen!
- Beginnen Sie laut zu sprechen!
- Weichen Sie langsam zurück!
- Drängen Sie das Tier nicht in die Enge!
- Fassen Sie keine Jungtiere an!
- Füttern Sie die Tiere nicht!
Tierische Stadtbewohner
Hier möchten wir Ihnen einige Stadtbewohner vorstellen. Einige sind schon lange in den Städten unterwegs, andere kommen neu hinzu und erobern immer mehr den menschlichen Siedlungsraum.
Biodiversität
Mit der biologischen Brille betrachtet erzeugt die Stadt sehr viele kleinräumige, strukturreiche Lebensräume. Tiere und Pflanzen betrachten diese Angebot folgendermaßen: Gärten sind Gebüsche, Parks sind Wälder, Häuserfassaden sind Felswände, Rasenflächen sind Wiesen, Gartenteiche sind Feuchtbiotope - diese hohe Dynamik begünstigt zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, daher herrscht in der Stadt eine hohe Biodiversität.
Stadtklima
Zoombild vorhanden
© Janko, C.
Lebensraum Stadt
Die weit verbreitete Annahme, dass Füchse oder Steinmarder in die Stadt flüchten müssen, weil sich ihre Lebensbedingungen in der offenen Kulturlandschaft verschlechtert haben ist nicht richtig. Der Lebensraum Stadt bietet eine breite Palette an Nahrung, Unterschlüpfen und eine gegenüber Wildtieren tolerante Bevölkerung – das macht ihn als Lebensraum attraktiv.
Lebensbedingungen
In die Fotofalle gegangen
Welche Tierarten sich in der Nacht durch unsere Gärten bewegen wurde im Rahmen eines wissenschaftlichen Projektes untersucht. Der Winkel der Kameraeinstellung blieb unverändert, nur das Objekt vor der Kamera wechselte ständig. Einen kleinen Ausschnitt aus der Fülle der nächtlichen Besucher sehen sie hier.
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