Leittriebverbiss Buche
Buchenverjüngung unter Fichte (© Gero Brehm, AELF FFB)
Die Buche ist mit knapp 14 % Flächenanteil die häufigste Laubbaumart in Bayern (BWI, 2012).
Aufgrund ihrer Schattentoleranz wäre sie von Natur aus in Bayern auf einem Großteil der Waldstandorte die bestimmende Baumart. Im Vergleich zu anderen Baumarten erträgt sie eine begrenzte sommerliche Trockenheit gut. Im Rahmen des Waldumbaus von nadelholzdominierten Reinbeständen hin zu stabilen und klimatoleranten Mischwäldern nimmt die Buche als Mischbaumart eine entscheidende Rolle ein.
Ihre Anteile in der Verjüngung haben in den letzten 20 Jahren kontinuierlich zugenommen, von 12,6 % bei der Verjüngungsinventur 1991 auf 20,9 % im Jahr 2015. Die Zunahme beruht wesentlich auf einer Verbesserung der Verbisssituation und auf den gleichzeitigen Bemühungen der Waldbesitzer, diese stabile und klimatolerante Baumart wieder vermehrt am Aufbau ihrer Wälder zu beteiligen. Zudem ist die schattentolerante Buche gegenüber anderen Baumarten sehr konkurrenzstark, was sich auch in ihren ansteigenden Anteilen mit zunehmender Höhe der Verjüngung zeigt.
Der Anteil der Buchen ohne Schalenwildeinfluss ist 2015 mit 68,9 % gegenüber der letzten Aufnahme (2012: 69,4 %) nahezu konstant geblieben. 12,3 % der jungen Buchen waren am Leittrieb verbissen, das sind 1,3 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2012.

