Letzte Änderung: 26.06.2020
Aktuelle Informationen zu Corona und Jagd


Es handelt sich um allgemeine Auskünfte, die sich auf die jeweils aktuell bekannte Sachlage und die aktuell geltende Fassung der Sechsten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung beziehen.

Die Sach- und Rechtslage kann sich allerdings sehr schnell ändern. Die Hinweise werden je nach Sachstand schnellstmöglich aktualisiert und um weitere Themen ergänzt.

Hinweise zur Zulässigkeit der Jagd

Der Aufenthalt mehrerer Personen im öffentlichen Raum ist so zu gestalten, dass er den Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister sowie Angehörige eines weiteren Hausstands oder Gruppen von bis zu 10 Personen umfasst.

Jagen und Arbeiten im Jagdrevier wie Hochsitzbau, Maßnahmen der Biotopverbesserung oder Maßnahmen zur Kitzrettung sind demnach allein, mit den oben genannten Personen oder in Gruppen von bis zu 10 Personen möglich.

Bewegungsjagden sind durch die rechtlichen Anpassungen an die aktuelle Infektionslage wieder zulässig. Dabei sind die Maßgaben der 6. BayIfSMV für Veranstaltungen unter freiem Himmel zu beachten. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen beschränkt und die Einweisung vor der Jagd hat im Freien stattzufinden. Der Jagdleiter hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten, das er auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorlegen kann. Um den Teilnehmerkreis nachvollziehen zu können, sollte einen Anwesenheitsliste geführt werden. Schon bei der Planung von Bewegungsjagden sind wichtige Faktoren wie insbesondere der Mindestabstand vorausschauend und verantwortungsvoll zu bedenken.

Allgemein gilt nach wie vor, dass jeder angehalten wird, die physischen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein Minimum zu reduzieren und den Personenkreis möglichst konstant zu halten. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 Metern einzuhalten.

Stand: 26.06.2020

Hinweise zum Verzehr von Wildbret oder zur Ansteckung über Bedarfsgegenstände

Bisher sind keine nachgewiesenen Fälle bekannt, bei denen sich Menschen durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel mit dem Coronavirus infiziert haben. Dasselbe gilt auch für eine Ansteckung über kontaminierte Gegenstände. Hygieneregeln im Umgang mit und bei der Zubereitung von rohem Fleisch und Fleischprodukten sollten grundsätzlich eingehalten werden, auch im Hinblick auf andere möglicherweise enthaltene Krankheitserreger. Das Virus ist hitzeempfindlich. Ein etwaiges Risiko kann durch das Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich verringert werden.

Stand: 27.05.2020

Weiterführende Informationen zu den Übertragungswegen des neuartigen Coronavirus finden Sie hier:

Webseite des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Externer Link

Hinweise zur Bayerischen Jägerprüfung und -ausbildung

Aufgrund der am 30. Mai 2020 in Kraft getretenen 5. BayIfSMV können sowohl die Vorbereitungslehrgänge als auch der Prüfungsbetrieb (schriftlicher, mündlicher und praktischer Teil) der bayerischen Jägerprüfung wieder aufgenommen werden. Bei der Durchführung der Jägerprüfung sind die Vorgaben des mit dem Gesundheitsministerium abgestimmten Hygienekonzepts einzuhalten.
Für die Vorbereitungslehrgänge zur bayerischen Jägerprüfung ist durch die Ausbildungsstätten auf Grundlage des von Kultusministerium und Gesundheitsministerium bekannt gemachten Hygienekonzepts für die Erwachsenenbildung ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten, das der Kreisverwaltungsbehörde auf Verlangen vorzulegen ist.

Hygienekonzept Ausbildung Externer Link

Die Planung und Organisation der Prüfungstermine nimmt unter den aktuellen Rahmenbedingungen etwas Zeit in Anspruch. Wir bitten um Verständnis dafür, dass angesichts der Pandemie im Interesse der Allgemeinheit, aber auch der Prüflinge und Angehörigen sowie aller Prüferinnen und Prüfer, Ausbilderinnen und Ausbilder die entsprechenden Vorkehrungen und Hygienemaßnahmen getroffen werden müssen.

Stand: 02.06.2020

Hinweis zur Verlängerung von Jagdscheinen durch die Kreisverwaltungsbehörden

Die Jagd stellt einen wichtigen Allgemeinwohlbelang dar, weil u .a. die Regulation des Schwarzwildes als wichtige Aufgabe der Seuchenprävention (Afrikanische Schweinepest) gewährleistet sein muss oder die Schaffung von waldangepassten Schalenwildbeständen einen unverzichtbaren Beitrag für den Waldumbau leistet. Ohne die Jägerinnen und Jäger in Bayern können diese für die Gesellschaft wichtigen und aktuellen Herausforderungen nicht gelöst werden. Weiter ist der Jagdschein entscheidend für die Jagdpachtfähigkeit. Außerdem ist der Bezug zum Waffenrecht zu berücksichtigen.

Angesichts der aktuellen Belastungen der Kreisverwaltungsbehörden halten wir es für grundsätzlich vertretbar, Anträge auf Verlängerung des Jagdscheines in schriftlicher Form und ohne persönliches Erscheinen abzuwickeln.

Wir bitten um Verständnis, dass die Ersterteilung weder im reinen Schriftverfahren noch prioritär von den unteren Jagdbehörden behandelt werden kann.

Dies stellt eine pragmatische Lösung im Hinblick auf das Allgemeinwohlinteresse dar, ohne die innere Sicherheit hinten anzustellen.

Stand: 20.03.2020

Hinweise zum Schießen auf Schießständen

Der Trainingsbetrieb ist auch in geschlossenen Räumen von Sportstätten wieder zulässig. Nach den offenen und halboffenen Schießständen kann damit der Schießbetrieb auch in den geschlossenen Schießstätten wieder aufgenommen werden. Dies gilt auch für das Schießen zu jagdlichen Zwecken und aus beruflichen Gründen (z.B. Einschießen einer Waffe durch einen Büchsenmacher).

Bei der Nutzung der Schießstätten sind die entsprechenden Corona-bedingten Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. In geschlossenen Räumlichkeiten ist stets auf ausreichende Belüftung zu achten.

Stand: 22.06.2020

Hinweise zu Jagdhunden

Bisher gibt es keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen ein Infektionsrisiko für den Menschen darstellen oder bei der Verbreitung des Virus eine Rolle spielen. Gesunde Personen müssen den Kontakt zu Haustieren gemäß den derzeit verfügbaren Informationen nicht einschränken. Beim Umgang mit Haustieren gelten ganz grundsätzliche Hygieneempfehlungen (wie gründliches Händewaschen mit Seife), um unabhängig von SARS-CoV-2 das Risiko einer Erregerübertragung zwischen Mensch und Haustier zu minimieren.

Weiterführende Informationen zum Umgang mit Haus- und Nutztieren finden sich auf der FAQ- Seite des Friedrich-Loeffler-Instituts:

Friedrich-Loeffler-Institut: Informationen zum Umgang mit Haus- und Nutztieren Externer Link

Hundeschulen wie auch Kreisgruppen der Jägerschaft, insbesondere des Bayerischen Jagdverbandes, dürfen Hundekurse für die Ausbildung von Jagdhunden und die Vorbereitung der Brauchbarkeitsprüfung anbieten. Dabei sind die Vorgaben der 6. BayIfSMV zu beachten. Demnach ist sicherzustellen, dass grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Beteiligten eingehalten werden kann. Es ist ein Schutz- und Hygienekonzept sowie ein Parkplatzkonzept auszuarbeiten, falls Parkplätze zur Verfügung stehen. Auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde sind die entsprechenden Konzepte vorzulegen. Grundsätzlich gilt eine Maskenpflicht, die allerdings bei der direkten Arbeit mit dem Hund, aus Gründen der sachgerechten Ausbildung, entfallen kann (u. a. Mimik des Hundeführers oder der Hundeführerin). Auch deswegen muss der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen zwingend eingehalten werden.
Damit wird insbesondere die jagdrechtliche Vorgabe sichergestellt, dass für bestimme Jagdarten sowie für die Nachsuche brauchbare Jagdhunde vorhanden sind. Das dient in besonderer Weise auch einer tierschutzgerechten Jagd.

Stand: 26.06.2020