Letzte Änderung: 14.06.2021
Aktuelle Informationen zu Corona und Jagd

Es handelt sich um allgemeine Auskünfte, die sich auf die jeweils aktuell bekannte Sachlage und die aktuell geltende Fassung der Dreizehnten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) sowie das Infektionsschutzgesetz (IfSG) beziehen. Wir bitten zu beachten, dass die 13. BayIfSMV grundsätzlich nur in Landkreisen und kreisfreien Städten Anwendung findet, in denen die nach § 28a Abs. 3 Satz 12 des IfSG bestimmte Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (7-Tage-Inzidenz) den Wert von 100 nicht überschreitet. Überschreitet die 7-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 100, so gelten dort ab dem übernächsten Tag die gem. § 28b IfSG festgelegten Maßgaben („Bundesnotbremse“).

Außerdem bitten wir zu beachten, dass in einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten weitergehende oder ergänzende Anordnungen sowie Ausnahmegenehmigungen, die einen generellen Personenkreis oder eine allgemeine Fallkonstellation betreffen, bestehen können.

Die Sach- und Rechtslage kann sich sehr schnell ändern. Die Hinweise werden je nach Sachstand schnellstmöglich aktualisiert und um weitere Themen ergänzt.

Dreizehnte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung Externer Link

Als geimpfte Personen gelten Personen, die vollständig gegen COVID-19 geimpft sind, wenn seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sind und Personen, die von einer PCR-bestätigten SARS-CoV-2-Infektion genesen sind und mit einer Impfstoffdosis geimpft wurden. Als genesene Personen gelten Personen, die von einer PCR-bestätigten SARS-CoV-2-Infektion genesen sind, wenn die zugrundeliegende Testung mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt.

SchAusnahmV Externer Link

Hinweise zur Zulässigkeit der Jagd

Jagen und Arbeiten im Jagdrevier einschließlich Hochsitzbau, etc. ist ausschließlich allein,

  • in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen eine 7-Tage-Inzidenz von 100 überschritten wird, mit den Angehörigen des eigenen Hausstands und einer weiteren Person zuzüglich geimpfter und genesener Personen,
  • in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 liegt, mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen zweier weiterer Hausstände, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt zehn Personen nicht überschritten wird, zuzüglich geimpfter und genesener Personen,
  • in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen eine 7-Tage-Inzidenz von 50 nicht überschritten wird, in Gruppen von bis zu zehn Personen zuzüglich geimpfter und genesener Personen

gestattet. Die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren bleiben für die Gesamtzahl außer Betracht.

Jeder Jäger muss dafür Sorge tragen, dass jagdliche Handlungen insbesondere „nach dem Schuss“ (bspw. Nachsuche, Wildbergung, Wildversorgung, Trichinenprobe, Radiocäsium-Untersuchung oder Abgabe von Wildbret) nach diesen Vorgaben zur Kontaktbeschränkung erfolgen.

Zudem sind in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tages-Inzidenz von 100 überschritten wird, die Regelungen zur Ausgangssperre von 22 bis 05 Uhr zu beachten. In diesen Landkreisen und kreisfreien Städten ist der Aufenthalt in der Zeit von 22 bis 05 Uhr außerhalb einer Wohnung untersagt, es sei denn, es liegt einer der Ausnahmegründe des § 28b Abs. 1 Nr. 2 IfSG vor.

Die Ausübung der Jagd auf Schalenwild stellt einen Ausnahmegrund im Sinn des § 28b Abs. 1 Nr. 2 Buchst. f IfSG dar und begründet während der nächtlichen Ausgangssperre die Zulässigkeit des Aufenthalts außerhalb der Wohnung. Das Versorgen von verletztem Wild begründet ebenfalls während der nächtlichen Ausgangssperre den Aufenthalt außerhalb der Wohnung (§ 28b Abs. 1 Nr. 2 Buchst. e IfSG).

Bitte erkundigen Sie sich vor der Jagd zusätzlich auf den Internetseiten der jeweiligen Landkreise oder kreisfreien Städte über das Bestehen einer Ausgangssperre.

Die Beschränkungen der nächtlichen Ausgangssperre gelten nicht für geimpfte Personen und genesene Personen (§ 5 SchAusnahmV).

SchAusnahmV Externer Link

Wird die Jagd außerhalb Bayerns in einem Risikogebiet außerhalb der Bundesrepublik Deutschland nach der aktuellen Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts (RKI) über die Einstufung als Risikogebiet ausgeübt, so sind bei der Rückreise in den Freistaat Bayern die geltenden Einreisebestimmungen zu beachten.

Coronavirus-Einreiseverordnung Externer Link


Stand: 07.06.2021

Hinweise zur Bayerischen Jäger- und Falknerprüfung und -ausbildung

Staatliche Jäger- und Falknerprüfung:


Der Prüfungsbetrieb (schriftlicher, mündlicher und praktischer Teil) der bayerischen Jägerprüfung sowie der Falknerprüfung können nach Maßgabe des § 19 der 13. BayIfSMV stattfinden.

Für die Jäger- und Falknerprüfung gilt: Soweit die Einhaltung des Mindestabstands aufgrund der Art der Prüfung nicht möglich ist, sind gleichermaßen wirksame anderweitige Schutzmaßnahmen zu treffen; hierzu zählt insbesondere das Tragen von Masken.

Bei der Durchführung der Jägerprüfung sowie der Falknerprüfung sind die Vorgaben des mit dem Gesundheitsministerium abgestimmten jeweiligen Hygienekonzepts einzuhalten.

Die Organisation der Prüfungstermine ist unter den aktuellen Rahmenbedingungen sehr erschwert. Wir bitten um Verständnis dafür, dass angesichts der Pandemie im Interesse der Allgemeinheit, aber auch der Prüflinge und Angehörigen sowie aller Prüferinnen und Prüfer, Ausbilderinnen und Ausbilder die entsprechenden Vorkehrungen und Hygienemaßnahmen getroffen werden müssen.

Der Prüfungstermin der bayerischen Falknerprüfung 2021 wurde auf den Zeitraum 28.-30.06.2021 gelegt.

Anmeldungen und Prüfungsgebühren für die Falknerprüfung 2021 bleiben weiterhin gültig und werden automatisch auf den Nachholtermin Ende Juni überführt.

Bewerber, die sich zur Falknerprüfung 2021 im Januar angemeldet haben, erhalten neue Zulassungsbescheide mit einer neuen Terminierung für die Nachholprüfung Ende Juni. Die ursprünglich zugestellten Zulassungsbescheide für die Prüfung 2021 im Januar sind damit nicht mehr gültig. Sollten Bewerber bei der Nachholprüfung Ende Juni 2021 nicht teilnehmen wollen, können Sie bis vor Beginn der Prüfung zurücktreten.

Jagdliche Ausbildung in Jagdschulen:


Die jagdliche Ausbildung ist nach § 22 Abs. 2 Satz 1 der 13. BayIfSMV in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von bis zu 100 in Präsenzform zulässig, wenn zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 m gewahrt ist. Es besteht Maskenpflicht, soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann, insbesondere in Verkehrs- und Begegnungsbereichen. Zudem hat der Ausbilder ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 ist die jagdliche Ausbildung in Präsenzform nur in praktischen Ausbildungsabschnitten zulässig, die nur in besonders ausgestatteten Räumlichkeiten oder Lernumgebungen mit Praxisbezug durchgeführt werden können, wenn der Mindestabstand von 1,5 m durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann und die Teilnehmer zwei Mal wöchentlich einen Testnachweis nach Maßgabe von § 4 der 13. BayIfSMV erbringen (§ 22 Abs. 3 der 13. BayIfSMV).


Stand: 07.06.2021

Hinweise zur Durchführung von Jagdgenossenschaftsversammlungen

Für die Durchführung von Jagdgenossenschaften gilt Folgendes:

Jagdgenossenschaftsversammlungen können nach der 13. BayIfSMV abgehalten werden. Die Jagdgenossenschaften sind Körperschaften des öffentlichen Rechts. Daher gelten gemäß § 6 Abs. 3 der 13. BayIfSMV die allgemeinen Kontaktbeschränkungen nicht für die Versammlungen der Jagdgenossenschaften. Eine Deckelung der Personenanzahl ist insofern nicht vorgesehen. Auf das allgemeine Abstandsgebot nach § 2 Satz 1 der 13. BayIfSMV wird hingewiesen.

Aufgrund des immer noch stattfindenden Infektionsgeschehens ist über die Durchführung der Versammlung weiterhin unter Abwägung aller Belange im Einzelfall zu entscheiden. Nach wie vor sind Versammlungen auf das unbedingt notwendige Mindestmaß zu beschränken, welches erforderlich ist, um unverzichtbare und unaufschiebbare Entscheidungen treffen zu können.
Bei der Abwägung sind das Infektionsgeschehen vor Ort, die Einhaltung der Anforderungen der 13. BayIfSMV und der allgemein gültigen Hygieneregeln, das Gebot der Reisebeschränkungen sowie die Dringlichkeit anstehender Beschlüsse (z.B. Wahl des Jagdvorstands, Pachtverträge) zu bedenken. Kann nach Abwägung dieser Belange eine Jagdgenossenschaftsversammlung nicht stattfinden, so kann von einer Versammlung der Jagdgenossen abgesehen werden.

Sofern aufgrund der pandemischen Lage oder aus praktischen Gründen eine Versammlung nicht möglich ist, kann der Jagdvorstand in Angelegenheiten entscheiden, deren Erledigung keinen Aufschub duldet. Als solche kommen insbesondere die Verlängerung oder der Abschluss eines Pachtvertrages in Betracht. In diesem Fall sollten allerdings durch den Jagdvorstand keine allzu langen Verpflichtungen herbeigeführt werden. Daher ist beispielsweise eine kurzzeitige Verlängerung von Pachtverträgen bis zum Ende des Jagdjahres 2021/2022 oder die Vereinbarung eines Sonderkündigungsrechts zum Ende des Jagdjahres 2021/2022 sinnvoll. Für die Neuverpachtung ist gem. Art. 14 Abs. 2 des Bayerischen Jagdgesetzes grundsätzlich eine Mindestpachtdauer einzuhalten. Die Jagdbehörde kann jedoch ausnahmsweise eine kürzere Pachtzeit zulassen, wenn besondere Gründe vorliegen. Die aktuelle pandemische Lage stellt einen solchen besonderen Grund dar, sodass auch Neuverpachtungen derzeit für eine entsprechend kurze Dauer oder mit der Vereinbarung eines Sonderkündigungsrechts abgeschlossen werden können.

Sobald eine Versammlung möglich ist, ist die Zustimmung der Versammlung einzuholen. Dabei ist zu beachten, dass durch die Verpachtung Rechte Dritter entstehen und die Entscheidung daher nicht mehr durch die Versammlung der Jagdgenossen aufgehoben werden kann (§ 9 Abs. 8 Satz 3 Satzungsmusters für Jagdgenossenschaften (SMJG)). Um innerhalb der Jagdgenossenschaft mögliche Streitigkeiten zu vermeiden, kann es deshalb ratsam sein, die Jagdgenossen soweit praktisch durchführbar vorab über den Pachtvertrag zu informieren.

Kann die Versammlung der Jagdgenossen nicht durchgeführt werden und deshalb die Neuwahl des Jagdvorstandes nicht erfolgen, werden die Geschäfte des Jagdvorstandes mit Ablauf der Amtszeit des bisherigen Vorstandes vom Gemeindevorstand wahrgenommen (§ 9 Abs. 2 Satz 3 des Bundesjagdgesetzes). Es wird somit bis zur Neuwahl des Jagdvorstandes der erste Bürgermeister als Notjagdvorstand tätig. Eine automatische Verlängerung der Amtszeit des Vorstandes bis zur Wahl eines neuen Jagdvorstandes um höchstens drei Monate gem. § 9 Abs. 3 Satz 3 SMJG erfolgt ausschließlich dann, wenn innerhalb der letzten drei Monate vor dem Ende der satzungsmäßigen Amtszeit des gewählten Jagdvorstandes mindestens eine Versammlung der Jagdgenossen stattgefunden hat und es in dieser nicht zur Wahl eines neuen Jagdvorstandes gekommen ist. Anderenfalls ist eine Verlängerung der Amtszeit des Jagdvorstandes nicht möglich.


Stand: 14.06.2021

Hinweise zu Jagdhunden

Die Jagdhundeprüfungen sind grundsätzlich nach Maßgabe des § 19 der 13. BayIfSMV weiterhin möglich. Soweit die Einhaltung des Mindestabstands aufgrund der Art der Prüfung nicht möglich ist, sind gleichermaßen wirksame anderweitige Schutzmaßnahmen zu treffen.

Die Jagdhundeausbildung ist derzeit nach der 13. BayIfSMV in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von bis zu 165 zulässig (§ 22 Abs. 2 Satz 2 der 13. BayIfSMV). Voraussetzung ist hierfür, dass zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 m gewahrt ist. Kann dieser Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden, besteht eine Maskenpflicht. Zudem hat der Ausbilder ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.

Einen triftigen Grund zum Verlassen der Wohnung während der nächtlichen Ausgangssperre stellt das Versorgen von Jagdhunden dar (§ 28b Abs. 1 Nr. 2 Buchst. e IfSG). Die Beschränkungen der Ausgangssperre gelten nicht für geimpfte und genesene Personen. (§ 5 SchAusnahmV).

SchAusnahmV Externer Link

Weiterführende Informationen zu der Frage, welche Rolle Haus- und Nutztiere bei der Übertragung von SARS-CoV-2/Covid-19 spielen, finden sich auf der FAQ-Seite des Friedrich-Loeffler-Instituts:

Friedrich-Loeffler-Institut: Welche Rolle spielen Haus- und Nutztiere Externer Link

Stand: 07.06.2021

Hinweise zur Nutzung von Schießstätten

Der Betrieb und die Nutzung von Schießstätten ist in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz von bis zu 100 zulässig (§ 12 Abs. 3, 4 der 13. BayIfSMV). Es dürfen gleichzeitig nur so viele Personen anwesend sein, wie sie im Rahmen des von den Staatsministerien des Innern, für Sport und Integration und für Gesundheit und Pflege bekannt gemachten Rahmenkonzepts möglich sind.

Rahmenkonzept Sport Externer Link

In den Schießstätten gilt FFP2-Maskenpflicht, soweit kein Sport ausgeübt wird. Der Veranstalter hat zudem ein Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage des Rahmenkonzepts auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen. Dies gilt nicht für den Sportbetrieb ohne Zuschauer in Freiluftsportanlagen, sofern lediglich gesonderte WC-Anlagen (ohne Duschen und Umkleiden) in geschlossenen Räumen geöffnet werden.


Stand: 11.06.2021

Hinweise zum Verzehr von Wildbret oder zur Ansteckung über Bedarfsgegenstände

Bisher sind keine nachgewiesenen Fälle bekannt, bei denen sich Menschen durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel mit dem Coronavirus infiziert haben. Dasselbe gilt auch für eine Ansteckung über kontaminierte Gegenstände. Hygieneregeln im Umgang mit und bei der Zubereitung von rohem Fleisch und Fleischprodukten sollten grundsätzlich eingehalten werden, auch im Hinblick auf andere möglicherweise enthaltene Krankheitserreger. Das Virus ist hitzeempfindlich. Ein etwaiges Risiko kann durch das Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich verringert werden.


Stand: 20.10.2020


Weiterführende Informationen zu den Übertragungswegen des neuartigen Coronavirus finden Sie hier:

Webseite des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Externer Link