Gewässer

Sumpf

©StMELF

Gewässer erfüllen eine eigene Funktion im Ökosystem und bieten vielen Wildtieren eine wichtige Lebensgrundlage. Vor allem die am häufigsten vorkommende Stockente, aber auch Reiher-, und Tafelenten sowie Grau-, Kanada- und Nilgänse sind sehr auf die bayerischen Gewässer fixiert. Bedeutsam sind vor allem Fließgewässer wie Donau, Main und Isar sowie die bayerischen Seen vom Ammersee bis Chiemsee.
Neben zahlreichen Enten- und Gänsearten bieten die bayerischen Gewässer zugleich Lebensgrundlage für 70 heimischen Fischarten, die vom wenige Zentimeter großen Stichling bis zum zwei Meter großen Wels reichen.

Entenvögel und Gänse

Wildenten und Wildgänse benötigen Gewässer vor allem als Nahrungs-, Brut- und Rastgebiete. Wasser ist aber auch für die natürlichen Lebensbedürfnisse vieler anderer Wildarten notwendig, wie beispielsweise für das Abkühlen und die Körperhygiene (Suhlen) des Rothirsches oder des Wildschweins. Nachfolgend gehen wir auf Brut, Mauser und Überwinterung der Entenvögel und Gänse genauer ein.

Brut

Kanadagans im NestZoombild vorhanden

©Janko, C.

Gänse und Enten verbringen große Teile ihres Lebens auf dem Wasser. Zur Brutzeit suchen sie Inseln, Flachwasserzonen, Gewässerränder oder gewässernahe Baumhöhlen (Gänsesäger-Link) auf, um dort ihre Nester anzulegen. Die frisch geschlüpften Jungen der Gänse und Enten werden auf das Wasser geführt, wo sie Nahrung und Schutz vor vielen, wenn auch nicht allen, Feinden finden.

Mauser

Gänse und Enten erneuern ihr Gefieder einmal im Jahr je nach Art zwischen Mai und August. Dabei werfen Sie alle Schwungfedern, das sind die Flügel- und Schwanzfedern, auf einmal ab. Sie sind dann für mehrere Wochen flugunfähig und benötigen ruhige Gewässer.

Überwinterung

Graugans AbflugZoombild vorhanden

©Janko, C.

Im Winter kann man auf bayerischen Gewässern neben den einheimischen Entenvögeln auch zugezogene Vögel aus Nord- und Osteuropa entdecken. Sie verbringen den Winter im relativ milden Bayern und weichen nur weiter nach Süden aus, falls Seen und Flüsse zufrieren. Im zeitigen Frühjahr verlassen die Wintergäste Bayern und die einheimischen Arten beginnen mit dem Brutgeschehen.

Eigenschaften guter Entenvögelgewässer

Für Gänse und Enten attraktive Gewässer sind störungsarme Gewässer. Ideal ist, wenn es keinen Bootsbetrieb und keine Freizeitaktivitäten auf dem Wasser (Bootsbetrieb, Kitesurfen, Stand-up-paddling) gibt. Die Gewässer sind meist relativ groß und nahrungsreich.
Eine Ausnahme bilden Parkteiche oder Badestrände, wo die Vögel oft gefüttert werden, dadurch wenig scheu sind und sich deswegen aus großer Nähe beobachten lassen.
Kanadagansfamilie
Erfahren Sie im Wildtierportal mehr über die Bewohner der bayerischen Flüsse und Seen in unserem vielfältigen Angebot:

Fließgewässer

Flüsse und Bäche durchziehen Bayern auf rund 100.000 Kilometer Länge. Sehr abwechslungsreich spannt sich ein Netz der unterschiedlichen Fließgewässerformen über Bayern hinweg.
Breite Hauptströme wie Main und Donau werden von Nebenflüssen gespeist. Die im Gebirge entstehende Flüsse Isar, Lech und Inn führen vor allem im Frühjahr zur Schneeschmelze große Wassermassen zur Donau. In Nordbayern wird der Main hauptsächlich durch Regnitz, Tauber und Fränkische Saale gespeist. Alle Haupt- und Nebenflüsse sind zusätzlich mit zahlreichen kleineren Flüssen und Bächen vernetzt.
Mit rund 400 Kilometer Länge ist der Main, gefolgt von der Donau mit 380 Kilometer, der längste Fluss Bayerns.

Fischzustandsbericht (LfL) Externer Link